Alltagssituation

Anden Markt
Kleine Näherei im eigenen Heim
Es gibt viele Tante Emma Läden
Mobiler Saftladen

Die Armutsgrenze und die Sozialausgaben in Ecuador

Die extreme Armut in Ecuador ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen, wobei immer noch rund 15 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Die Verringerung der Armut wurde vor allem durch deutlich erhöhte Sozialausgaben in die Bildungs- und Gesundheitssysteme erreicht. Generell sind die Armutsraten am höchsten unter den indigenen Volksgruppen und Afro-Ecuadoreanern, sowie in den ländlichen Gebieten.

Das öffentliche und private, ecuadorianische Gesundheitssystem

Ecuador hat insgesamt eine effiziente Gesundheitsversorgung. Dank des besonders in den letzten Jahren verbesserten öffentlichen Gesundheitssystems, können sich heute Patienten in allgemeinen Krankenhäusern und von Fachärzten in der Ambulanz ohne Kosten behandeln lassen - die medizinische Grundversorgung, einschließlich der Arztbesuche, einfachen Operationen und elementaren Medikamenten, ist seit 2008 kostenlos.

Allerdings findet man gut ausgestattete, allgemeine Krankenhäuser bisher vorwiegend in den großen Städten. In den kleineren Städten und auf dem Land gibt es oftmals nur Gesundheitszentren. Diese sind kleine Krankenhäuser, die nur ambulante oder teilstationäre Behandlungen gewährleisten. Private Krankenhäuser und Kliniken in Ecuador sind auch nach internationalen Standards gut ausgestattet, aber für die Mehrheit der Bevölkerung noch immer zu teuer.

Das ecuadorianische Schulsystem

Die ecuadorianische Verfassung schreibt vor, dass alle Kinder die Schule besuchen, bis sie zumindest die Grundschule nach sechs Schuljahren abschließen. Auch wenn die Kosten für die Primar- und Sekundarstufe von der Regierung getragen wird, können es sich viele Familien nicht leisten ihre Kinder in die Oberschule zu schicken. In ländlichen Gebieten besuchen sogar nur etwa 10 % der Kinder eine Oberschule.

Ziegenhirte in den Anden

San Fulgencio und San Gregorio Magno - die Vielfalt der ecuadorianischen Universitäten

Ecuador hat 61 Universitäten von denen viele immer noch nach dem traditionellen spanischen Bildungssystem arbeiten, auch wenn immer mehr Universitäten ihre Systeme, Abschlüsse und Lehrpläne an internationale Standards anpassen. Einige der ältesten Universitäten von Nord- und Südamerika finden sich in Ecuador, wie die Universität von San Fulgencio, die im Jahre 1586 von den Augustinern gegründet wurde und die San Gregorio Magno–Universität, welche im Jahre 1651 von den Jesuiten gegründet wurde.

Insgesamt fehlt es in dem ecuadorianischen Bildungssystem an gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern.

Fußballspiel in einer kleinen Gemeinde im Regenwald

Das Fußballspiel, die Zeit, entspannte Atmosphäre

Generell sind Ecuadorianer freundliche, fröhliche Menschen die gerne feiern, was man auch an den vielen Festen zu jeder Gelegenheit sehen kann, und die offen und oftmals neugierig auf Reisende von nah und fern zugehen – Besucher sind im ganzen Land sehr willkommen. Selbst in den großen Städten herrscht trotz des chaotischen Verkehrs eine entspannte Atmosphäre und die meisten Menschen nehmen sich Zeit für eine sehr ausführliche Auskunft, wenn man sie nach dem Weg oder einer Adresse fragt. Insgesamt haben die Menschen hier ein anderes Zeitgefühl und insbesondere auf dem Land scheinen die Uhren deutlich langsamer zu gehen. So kommt man schnell mit den Menschen ins Gespräch, erfährt die neuesten Geschichten oder wird zu einem Volleyball- oder Fußballspiel eingeladen – wundern Sie sich nicht wenn Ihre Mitspieler in diesem Fußball begeisterten Land viele der Spieler aus den europäischen Spitzenmannschaften kennen!

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