Flora & Fauna

Schmetterling auf Blume im Regenwald
Chuquirahua Pflanze in den Anden
Mangrove auf Galapagos
Helikonie im Regenwald
Kapokbaum an der Küste

Ein Eldorado für Naturliebhaber

Ecuador ist laut Conservation International eines der siebzehn Länder der Erde mit einer Megadiversität und hat die größte biologische Vielfalt pro Quadratkilometer.

Die Artenvielfalt des kleinen Landes liegt unter anderem an seiner Lage in den Tropen, da hier generell eine größere Vielfalt existiert, als in Ländern mit gemäßigtem Klima.

Zudem liegen viele verschiedene Lebensräume innerhalb des Landes. Von den Küstenregionen mit tropisch feuchten bis tropisch trockenen Waldgebieten, über die Übergangszonen zwischen dem Tiefland und dem Hochland, insbesondere dem Nebelwald, bis hin zum Amazonas Regenwald, finden sich hier die artenreichsten Ökosysteme der Erde: Ein wahres Eldorado für Naturliebhaber.

Megadiversität, endemische Arten, Säugetiere, Reptilien, Amphibien und der alte Darwin

Ecuador hat über 1.600 Vogelarten (15 % der weltweit bekannten Vogelarten) im kontinentalen Festland und 38 weitere endemische Arten auf den Galápagos Inseln.

Bisher wurden mehr als 17.000 Pflanzenarten, 382 Säugetiere, 404 Reptilien (davon 106 endemisch), 464 Amphibien (davon 138 endemisch), 1.539 Süß- und Salzwasserfische und über 6.000 Schmetterlingsarten in Ecuador erfasst.

Die Galápagos-Inseln sind aufgrund Ihrer endemischen Fauna berühmt als Geburtsstätte von Darwins Evolutions-Theorie und heute ebenso wie der Sangay Nationalpark Teil des UNESCO- Weltnaturerbes.

Flora

Genauso vielfältig wie die Tierwelt ist die Pflanzenwelt von Ecuador. Jede Spezies findet seinen Lebensraum. 

Die Pflanzen des Paramos

Der Paramo, die typische Landschaft des Anden-Hochlandes ist geprägt von nassem, moorigem Boden und einem rauen Klima. Dieser Landschaftstyp ist die Heimat von Polsterpflanzen, steifen Gräsern und verschiedenen Krautpflanzen, die sich speziell an das hier herrschende Klima angepasst haben.

Sie sind klein, kompakt und nah am Boden. Eine Ausnahme sind die großen Espeletia, die aufgrund ihrer Form den Spitznamen frailejones (grauer Mönch) haben. Die Espeletia ist im El Angel Nationalpark und im Llanganatis Nationalpark anzutreffen.

Eine weitere typische Pflanze des Paramos sind die verschiedenen Polylepsis Bäume. 

Nebelwälder und Regenwälder

Tropische Nebelwälder sind in den höheren Lagen (zwischen 1.000m bis 2.500m Höhe) zu finden und verdanken ihren Namen den dichten Wolken, die den Wald oft in einen feinen Nebel hüllen. Diese kontinuierliche Feuchtigkeit ermöglicht eine besonders dichte und artenreiche Vegetation. Die dichte Vegetation aus moosbedeckten Bäumen voller Orchideen, Farnen und Bromelien verleiht diesem Wald ein geheimnisvolles, märchenhaftes Aussehen.

Der Regenwald steht für ein saftiges Grün und feuchtes Klima. Lianen hängen von den Bäumen, deren gigantische Blätter, wachsig und dick sind.

Typisch sind das tropische Hartholz und die massiven Wurzeln der Würgefeige, die die nebenstehenden Bäume umschlingen.

Der Großteil der Flora im Regenwald befindet sich nicht auf dem Boden, der teilweise karg ist, sondern in den Baumkronen. Von einem Aussichtsturm lässt sich die ganze Pracht bewundern. 

Anden blume
Andenblumen Glocken rot
Andenblume lila
Anden blumen

Mangroven, Sümpfe und Trockenwald

Die Mangroven Sümpfe und der tropische Trockenwald sind zwei typische Lebensräume, die an der Küste Ecuadors wachsen.

Das besondere an den Mangroven ist, dass sie im Salzwasser leben können. Die rote Mangrove ist die am meisten vorkommende Mangroven Art in Ecuador. Ihre stelzenartigen Wurzeln geben ihr die nötige Stabilität in dem weichen Küstenboden. Außerdem binden die Wurzeln die Sedimente und schaffen einen nährstoffreichen Boden, dieser bietet Lebensraum für Fische, Pflanzen, Weichtiere, Krustentiere und wirbellose Tiere.

In den Zweigen der Mangroven halten sich:

  • Seevögel,
  • Fregatt Vögel und
  • Pelikane auf.

Große Flächen der Mangroven-Wälder sind den Krabbenfarmen zum Opfer gefallen. Aus diesem Grund findet man die meisten Wälder nur noch im Norden oder im Süden der ecuadorianischen Küste. 

Der tropische Trockenwald ist ein seltener Lebensraum. Der Trockenwald steht in den heißen Küstenregionen nahe des Machalilla Nationalparks und im Südwesten der Provinz Loja, sowie auf dem Weg nach Macará. Typisch für den Trockenwald ist der Kapokbaum, dessen Merkmale der gewaltige Stamm und die weißen, glühbirnenförmigen Blüten sind. 

Kolibri, Kondor und Streifenkarakara

Ecuador ist Heimat von 1.655 verschiedenen Vogelarten, zweimal so viele Vögel wie in Nordamerika und Europa zusammen. Fast alle Vögel können das ganze Jahr über beobachtet werden. Jedes Ökosystem zeigt seine ganz eigene Vogelwelt. Der berühmteste Vogel Ecuadors ist sein Wappentier, der Anden-Kondor. Mit einer Flügelspanne von bis zu drei Metern ist der Kondor einer der größten, fliegenden Vögel der Welt. Heute sind nur noch 100 Kondore in den ecuadorianischen Anden zu Hause. Einen Kondor in der Natur zu sehen ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Ein weiterer majestätischer Vogel, beheimatet im Anden-Hochland, ist der Streifenkarakara. Die Art gehört zur Familie der Falken, mit dem leuchtend, orangen Gesicht, dem gelblichem Schnabel und den weiß-schwarzen Flügeln geben sie einen imposanten Anblick ab. Er wird häufig im Cotopaxi Nationalpark gesehen.

Außerdem gibt es in Ecuador über 140 verschiedene Kolibri-Arten. 

Seelöwen in Galapagos
Schwarzrückentamarin im Regenwald
Iguana an der Küste
Vicuña in den Anden

Dreifinger-Faultier, Rosafarbene Süßwasser-Delphine, tausende Schmetterlinge

In dem kleinen Andenstaat leben 300 verschiedene Säugetierarten, von denen besonders die Affen gut in den tropischen Wäldern beobachtet werden können, vor allem im Cuyabeno Wildreservat und im Yasuni Nationalpark. Hier zeigen sich:

  • Brüllaffen,
  • Kapuzineräffchen
  • Totenkopfäffchen
  • Seidenaffen und
  • Tamarine

Ebenfalls im Amazonas Gebiet von Ecuador zu beobachten sind das tagaktive Dreifinger-Faultier und das nachtaktive Zweifinger-Faultier, die in den Bäumen des Regenwaldes „herumhängen“.

Rosafarbene Süßwasser-Delphine können im Cuyabeno Wildreservat beobachtet werden. Mit ein bisschen Glück sehen sie:

  • Ocelote
  • Jaguare
  • Tapire
  • Kaimane

Es schwimmen 1.000 verschiedene Fischarten, wie:

  • Piranhas
  • Zitteraale,
  • Stachelrochen

und eine Vielzahl an Insekten, sowie Reptilien in den Gewässern.

In Ecuador allein fliegen 4.500 Arten von Schmetterlingen und kriechen 460 Amphibienarten. 

Maskentölpel
Tukan
Marmorreiher
Hoatzin

Lamas, Alpacas, Vicunas und der Andine Brillenbär

Das Andenhochland ist nicht so artenreich wie die tropischen Wälder von Ecuador. Beobachten sie:

  • Hochwild
  • Kaninchen
  • Andenfüchse
  • Lamas
  • Alpacas
  • Vicunas
  • Ameisenbären
  • Gürteltiere
  • Agutis
  • Wasserschweine
  • Wildschweine

Mit ein wenig Glück treffen Sie auf ihrer Wanderung den Andine Brillenbär.

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