Klima

Ecuador/ Galápagos Inseln/ Informationen und Hintergründe über das Klima-Ereignis El Niño

Das El-Niño Wetter-Phänomen betrifft das Festland, die Küste Ecuadors und die Galápagos Inseln. Die normale Wetter-Entwicklung gestaltet sich wie folgt: Die Passat-Winde über dem Pazifischen Ozean bewegen die Luft von Richtung Osten nach Westen. Das Meerwasser an der Oberfläche strömt von den Küsten Südamerikas in Richtung Südostasien. Gleichzeitig steigt kaltes, nährstoffreiches Tiefenwasser des Humboldtstroms vor der südamerikanischen Küste an die Meeresoberfläche. Wenn dieser Kreislauf zum Erliegen kommt dann entsteht der El Niño Southern Oscillation (ENSO) die sogenannte südliche Schwingung, diese bezeichnet eine Anomalie, die Abweichung der Meerestemperaturen. Das bedeutet, dass sich die ungewöhnlich hohen Temperaturen des Meerwassers über einen längeren Zeitraum durchsetzen und vorherrschend bleiben. Der El-Niño-Effekt in ECUADOR und auf den Galapagos-Inseln bietet eine einmalige Gelegenheit, das Darwinistische Prinzip der natürlichen Selektion zu verstehen.

Die wichtigsten Dinge zuerst:

  • Die Sicherheit: Auf dem Festland Ecuadors und den Galápagos-Inseln, sind alle Wirtschaftsaktivitäten, wie Handel, Produktion und Logistik ungestört. El Niño ist ein Meeresküsten-Phänomen, die Anden und das Hochland sowie der Amazon sind von den Effekten nahezu unbeeinflusst. Der Tourismus läuft unbeeindruckt weiter und es besteht kein Grund Reisen zu verschieben oder zu stornieren.
  • Der RealitätsCHECK: Ein ENSO-Jahr bedeutet, dass im Pazifik eine erhöhte Tier- und Pflanzen-Sterberate herrscht, aufgrund weniger Nahrung im Meer, das bedeutet nicht, dass Tiere und Spezies aussterben oder verschwinden. Die Seelöwen, Pinguine, Tölpel und Albatrosse sind weiterhin zu beobachten.

Viele evolutionäre Wissenschaftler und Naturforscher sind sich einig, dass ein El Niño-Jahr eine gute Lektion in Sachen Überleben der am besten angepassten Lebewesen ist. (survival of the fittest (not the strongest) Nicht zu verwechseln mit dem Überleben des stärksten Tieres oder der aggressivsten Pflanze. Die am stärkster betroffen Tierarten werden wahrscheinlich die Seelöwen, Seevögel, Meeresleguane und einige Fischarten sein.

Die positiven Seiten des El Niño auf dem Festland Ecuadors und den Galápagos-Inseln

Die zusätzlichen Niederschläge und höheren Temperaturen führen zu besserem Pflanzenwachstum und mehr Nahrungsmitteln. Die Liste der Fauna-Gewinner enthält Landleguane, Darwinfinken, Insekten, Riesenschildkröten, Spottdrosseln, Lava-Eidechsen, Schlangen, Tauben und natürlich die meisten Pflanzen und die gesamte Vegetation. Diese Spezies erhöhen ihre Population. Der größere genetische Pool und die erhöhten Chancen der genetischen Rekombination ist vom evolutionären Standpunkt betrachtet die Voraussetzung für das bessere Überleben der Spezies und zeigt wie die natürliche Selektion funktioniert.

Das Vorkommen von weniger Plankton im Wasser wird eine Bedingung sein, die bestimmte Arten bevorzugen. Fischarten, die sonst nie auf Galapagos zu sehen sind werden aus dem aus dem West-Pazifik, aus Polynesien und Mikronesien kommen. Einige Arten von Riff-bildenden Korallen werden ein verbessertes Wachstum zeigen. Das bietet gute Voraussetzungen für Schnorchel-Meeresbeobachtungen. Touristen und Schnorchler finden in fünf bis zehn Meter Tiefe angenehm, warmes Wasser vor. Danach beginnt die Kaltsprungschicht. Vor Punta Vicente Roca, Isabela Island beträgt die Sichttiefe um die 25 bis zu 30m und die Galápagos Pinguine schwimmen im 28°C warmen Wasser neben den Tauchern und Schnorchlern. Das ist weltweit einzigartig.

Das El Niño-Ereignis wird nur Auswirkungen auf die obere Schicht des Ozeans Wasser haben, beiden Wassermassen haben einen unterschiedlichen Salzgehalt und Dichte, das kühlere Meerwasser bleibt unten. Generell ist zu sagen, dass Galápagos bei vergangenen ENSO-Ereignissen und El Niño Perioden keine großen Schäden davongetragen hat. Tropische Regengüsse und kleinere Veränderungen werden erwartet und sind eingeplant.

El Niño und das Weltklima

Das El Niño-Wetterphänomen wird die ganze Welt beschäftigen und das Klima beeinflussen. Die letzten starken gemessenen  El Niño-Ereignisse waren: 1982-83 und 1997-98.

 

Sonne und Regen am Äquator

Das Klima in Ecuador ist sehr vielfältig und variiert stark, je nach Region. Das Klima ist geprägt durch extreme regionale Temperaturunterschiede aufgrund der jeweiligen Höhenlagen (von Meereshöhe bis hin zu 6.310 m auf dem Chimborazo).

Die Niederschlagsmengen sind äußerst unterschiedlich, bedingt durch die Topographie, sowie durch die Einflüsse des antarktischen Humboldt-Stroms und des nordäquatoralen Panamastroms.

Aufgrund der Lage am Äquator ist die Temperaturverteilung über das Jahr relativ gleichmäßig, allerdings gibt es in der Sierra ausgeprägte Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Die klimatischen Unterschiede sind selbst innerhalb kleinerer Entfernungen spürbar. So ist der Norden Quitos wesentlich wärmer und trockener als der Süden. Der Gipfel des Illiniza Sur ist vergletschert, während der benachbarte und nur 122 m niedrigere Illiniza Norte meist schneefrei ist.

Klimazonen

Entlang des Höhenprofils wird in Ecuador in der Regel zwischen:

  • Tierra Caliente (warme Gebiete bis 1.000m),
  • Tierra Templada (milde Regionen bis 2.000 m),
  • Tierra Fría (kühle Gegenden bis 3.000 m),
  • Tierra Helada (kalte Regionen bis 5.000 m) und
  • Tierra Nevada (Schneegebiete über 5.000 m) unterschieden.

 Innerhalb der ersten drei Klimazonen (bis 3.000 m) unterscheidet sich das Wetter durch sehr unterschiedliche Niederschlagsmengen, darüber sind alle Regionen niederschlagsreich.

Innerhalb der Tierra Caliente und an der nördlichen Küste von Esmeraldas gibt es feucht-tropisches Klima im Oriente.

  • Tropisches Monsunklima bestimmt das Wetter an der südlichen Küste von Esmeraldas und an der nördlichen Küste von Manabí, sowie im Landesinneren von Guayas und Los Ríos.
  • Tropisches Savannenklima herrscht in Portoviejo, Guayaquil und in El Oro.
  • Das tropische Trockenklima finden Sie im Küstenstreifen von Guayas.
  • Innerhalb der Tierra Templada, bei Zamora und Baeza, herrscht subtropisch-feuchtes Klima.
  • Sie finden subtropisch-halbfeuchtes Klima bei Baños und subtropisches Trockenklima im Chota-Tal, bei Guayllabamba und Macará.
  • Das Klima der Tierra Fría reicht von gemäßigt-feucht im Süden von Quito, über gemäßigt-halbfeucht um Otavalo, bis gemäßigt trocken um Ibarra und Ambato.
  • Das kalte Klima der Tierra Helada findet man durchgehend in den Kordilleren, den nördlichen und zentralen Anden über 3.000 m.
  • Das eisige Klima bestimmt die Tierra Nevada an den zehn Vulkanen Ecuadors mit über 5.000 m Höhe, vom Carihuarazo bis hin zum Chimborazo.
  • Der Iliniza Norte ist gletscherfrei. 

Temperaturen

Das Küstentiefland im Westen Ecuadors und der Regenwald im Osten sind in der Regel mit Temperaturen im Bereich zwischen 25 bis 30 °C so warm, wie man es vom äquatorialen Tiefland erwartet. Das Wetter in Quito ist ein subtropisches Hochlandklima. Die Stadt hat trotz ihrer Lage nahe des Äquators, der Höhe von 2.800 Metern, ein eher frühlingshaftes Klima mit Temperaturen zwischen 10 °C in Nacht und 25 °C am Tag. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 18 °C.

Die Sonne macht den Unterschied: so können Sie den Tag in den Andentälern, bei Sonnenschein, in Shorts und T-Shirt genießen, sollten aber einen Pullover oder eine Jacke dabei haben, für den Fall das Wolken aufziehen. Die Äquatorsonne ist intensiv, aber wenn sie von Wolken verdeckt wird, merkt man direkt wie hoch man in den Anden ist. In den Kordilleren sind warme Sachen für Wanderungen und Bergsteigen notwendig. 

Obwohl direkt auf dem Äquator gelegen, ist das Klima auf den Galápagos Inseln nicht tropisch. In der ersten Jahreshälfte, etwa von Dezember/ Januar bis Mai/ Juni, dominiert der Nordostpassat, der milde Luft mit Temperaturen von 24 bis 27 °C, vom nordäquatorialen Panamastrom bringt. In der zweiten Jahreshälfte wehen die Passatwinde aus dem Südosten und damit bestimmt der antarktische Humboldt-Strom die Temperaturen von 17 bis 20 °C.

Regenzeiten

In der nördlichen Küstenregion gibt es eine ausgeprägte Regenzeit von Januar bis Mai, während es an der südlichen Küste, ähnlich wie im Oriente, in dieser Zeit deutlich weniger regnet. Die Zeit von Juli bis September gilt in der südlichen Küstenregion und im Oriente als Regenzeit. Das kühlere Klima an der Küste und im Regenwald bedeutet Temperaturen über 20 °C.

Im Andenhochland gibt es keine ausgeprägte Regenzeit, dennoch gelten die Monate von November bis Mai als regenreiche Tage.

  • Die Monate von Juli bis September sind die Trockenzeit.
  • Die Regenzeiten werden, obwohl in der Regel etwas wärmer, „Winter“ und die Trockenzeiten „Sommer“ genannt.
  • In den letzten Jahren sind diese „Jahreszeiten“ allerdings immer unregelmäßiger aufgetreten. 
  • Im südlichen Küstenstreifen fallen Niederschlagsmengen von unter 250 mm pro Jahr.
  • An den Anden-Westhängen der Costa sind es bis zu 5.000 mm Regen,
  • an den Osthängen des Oriente über 6.000 mm Niederschlag.

In der Sierra fallen in dem Talkessel 250 bis 500 mm Niederschlag im Jahr, während sich in den Höhenlagen oft auf über 2.000 mm Wasser abregnen. 

In Galapagos fällt in der Zeit von Dezember bis Mai etwas mehr Regen, allerdings zeichnet sich diese Jahreszeit durch blauen Himmel und höhere Luft- und Wassertemperaturen aus.

In der Zeit von Juni bis November ist das Klima trockener, aber auch etwas kühler. Dieses Wetter aus dichter Wolkendecke und gelegentlichem Nieselregen wird Garúa genannt.

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