Plaza Sur

 Plaza-Inseln,Plaza Sur,Galapagos

Nur die südliche der beiden sichelförmigen Plaza-Inseln (Plaza Sur) darf besucht werden, da die nördliche Insel nur zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden darf. Die Inseln liegen nur wenige hundert Meter östlich der Küste von Santa Cruz. Plaza Sur ist mit einer Fläche von ca. 0,13 Quadratkilometer (die Insel ist nur 130 m breit) eine der kleinsten Inseln von Galapagos und gleichzeitig eine der vielseitigsten Inseln des Archipel in dessen ungewöhnlicher Landschaft sich eine interessante Flora und Fauna entwickelt hat.

Landleguan auf Galapagos

Möglicherweise gerade wegen ihrer kleinen Größe haben sich auf der Insel außergewöhnliche Arten entwickelt. Es leben so viele Landleguane auf der Insel, dass eine Begegnung mit ihnen garantiert werden kann. Zumeist liegen sie im Schatten der großen Kakteen. In den zerfurchten Klippen im Süden der Insel nisten Gabelschwanzmöwen während die Felsen entlang der Küstenlinie der Lebensraum einer großen lärmenden Seelöwenkolonie ist. Entlang der Klippen kann man aber auch Audubon-Sturmtaucher, Rotschnabel-Tropikvögel, Fregattvögel und Braunpelikane schweben sehen.

Blüte des Opuntien-Kaktus

Die Landungsstelle liegt im Kanal zwischen den beiden Plaza-Inseln und bietet ein kontrastreiches Bild zwischen dem türkisfarbenen Wasser des Kanals und der schwarzen Lava der Inselküste. Auf den schwarzen Felsen wächst dichtes, grünes Seegras auf dem die leuchtend rot-orangenen Klippenkrabben sitzen. Etwas weiter hinauf bedeckt ein dichter Teppich Sesuvium-Pflanzen die Insel, je nach Saison, in leuchtendes Grün oder Rot während die gelblich gefärbten Landleguane unter den hellgrünen Opuntien-Kakteen sitzen und warten, dass eine der begehrten Früchte herabfällt.

Rotschnabel-Tropikvogel

Der Pfad führt über die Insel zu den Klippen im Süden in denen Gabelschwanzmöven ihre Nester mit Blick aufs Meer bauen und Rotschnabel-Tropikvögel, Nasca- und Blaufußtölpel durch die Lüfte gleiten. Von den Klippen kann man gut das Meeresleben, einschließlich Rochen, sowie etwas weiter im Westen die Seelöwen einer „Junggesellenkolonie“ beobachten.