Chimborazo Tierreservat

Vulkan Chimborazo

Das Chimborazo Tierreservat wurde 1987 rings um den gleichnamigen Vulkan, welcher mit 6.310 m Höhe der höchste Gipfel von Ecuador ist, auf einer Fläche von 58.560 ha in der Zentralen Kordillere von Ecuador rund 180 Kilometer südlich von Quito geschaffen. Neben der üblichen Schutzfunktion von Flora und Fauna entstand dieses Reservat, um die in Ecuador mittlerweile ausgestorbenen Vicuñas aus der Familie der Südamerikanischen Kamele wieder in Ecuador anzusiedeln. Heute leben neben Lamas und Alpakas wieder rund 5.000 Vicuñas in dem Reservat auf Höhen zwischen 3.200 und 5.000 m. Die erneut angesiedelten Vicuñas stammen aus den Anden von Peru und Chile.

Neben dem Chimborazo befindet sich noch der „kleinere“ Berg Carihuayrazo mit 5.020 m Höhe. Die Flora des Reservats ist mit Pflanzen wie:

  • Asterngewächsen,
  • Pucachaglla (Brachyotum ledifolium),
  • Chilca (Baccharis latifolia),
  • Polylepis Bäumen, Buddleja incana (eine Pflanzenart der Gattung Sommerflieder),
  • Enziangewächsen (Gentianaceae),
  • Johanniskräutern (Hypericum),
  • Igelgrass (Punagras Stipa ichu),
  • Pampasgras (Cortaderia selloana) und
  • Baldrian (Valeriana) typisch für das Andine Hochland (Paramo).

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Durch die rauen Bedingungen in den hohen Anden mit Winden bis zu 180 km/h leben zudem:

  • Andenfüchse,
  • Weißwedelhirsche,
  • Langschwanzwiesel,
  • Tapetis (Waldkaninchen) und

31 Vogelarten wie:

  • Streifenkarakara,
  • Bergsegler,
  • Kondore und
  • der Ecuador-Andenkolibri (Oreotrochilus chimborazo). 

Bei einem Besuch des Reservats kann man die Hänge des Chimborazo bis zum ersten Refugium (Hütte Hermano Carell) auf 4.800 m Höhe hinauffahren. Wer möchte kann von hier dann zu Fuß bis zum zweiten Refugium (Whymper Hütte) auf 5.000 m oder abhängig vom Wetter gar bis zum Gletscher auf 5.200 m Höhe aufsteigen.  

Vicuñas Chimborazo