Quito & Umgebung

La Compania de Quito
Koloniale Altstadt von Quito
Plaza San Francisco
Ausicht bei Nacht über den modernen Norden von Quito
Die Wasserspeier der modernen Basilica zeigen Tiere aus dem ganzen Land
Traditioneller Lama Transport
San Francisco Kirche
Orchidee im Botanischen Garten von Quito
Weg zum Guagua Pichincha
Papallacta Thermalquellen
Die Jungfrau von Quito auf dem Panecillo
Die Seilbahn von Quito (Teleferico)
Handeln auf dem Otavalo Markt
Alltag in Otavalo

Der Legende nach wurde Quito von einem Häuptling namens Quitumbe gegründet. Einer Version des Gründungsmythos zufolge überlebten Quitumbe und seine Lebensgefährtin Llira als einzige eine Sintflut, indem sie sich auf den Rucu Pichincha retteten. Nach dem Rückzug des Wassers wurden sie Stammvater und -mutter der Quitu.

Nach einer anderen Version war Quitumbe Sohn des Häuptlings eines Volksstammes, der über das Meer zur Bucht von Caráquez (im heutigen Manabí) kam. Hiernach gründete er zunächst die Stadt Tumbes und zeugte mit Llira – einer Huancavilca-Prinzessin von der Insel Puná – einen Sohn, bevor er einer Feder folgend ins Andenhochland zog und dort, wo sich die Feder zu Boden senkte, eine Siedlung und ein Reich gründete.

Im Zuge der Konquista wurde 1534 das Andenhochland des heutigen Ecuador von den Spaniern erobert. Am 06.12.1534 gründete der Konquistador Sebastián de Belalcázar in den Resten des alten Quito mit 202 weiteren Spaniern im Zentrum der heutigen Altstadt die Stadt „San Francisco de Quito“. Der erste Gouverneur, Belalcázar, folgte bei der Anlage der Straßen dem von der spanischen Krone vorgegebenen Gitternetz, was sich noch heute in den zum Teil extrem steilen Straßenverläufen in der Altstadt von Quito bemerkbar macht. Die heutige Plaza de Independencia übernahm dabei die Rolle der Plaza de Armas. Ganze Planquadrate der Stadt wurden religiösen Orden zur Errichtung von Klöstern und Kirchen übertragen. Der im ersten Jahrhundert der Stadtgeschichte entstandene Grundriss blieb in den nächsten Jahrhunderten weitgehend unverändert und erfuhr kaum Erweiterungen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb das Stadtgebiet weitgehend auf die koloniale Altstadt bzw. das Gebiet zwischen dem Ejido-Park im Norden und der heutigen Avenida 24 de Mayo im Süden begrenzt.

Ein umfassender Modernisierungsprozess in Form von Elektrifizierung, Wasserversorgung und Asphaltierung der Straßen setzte erst im 20. Jahrhundert ein. Er konnte aber mit dem massiven Stadtwachstum nicht mithalten, das sich seit den 1930er Jahren beschleunigte und in den 1970er Jahren seinen Höhepunkt fand, als Quito durch die Erschließung der Erdölvorkommen im Amazonastiefland und dem daraus finanzierten rapiden Ausbau des Staatsapparats an Größe gewann. Die Landflucht hatte seit den 1960er Jahren besonders die Bildung von Siedlungen auf großer Fläche vor allem im Süden der Stadt, aber auch im Norden zur Folge. Nördlich des alten Zentrums bildeten sich Wohn- und Geschäftsviertel mittlerer und höherer Einkommensklassen, während das koloniale Zentrum von der Oberschicht verlassen und von armen Zuwanderern bewohnt wurde. 1978 wurde das historische Zentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Quito liegt im zentralen Andental. Die Stadt, etwa 60 km lang und 4 km breit, verläuft fast genau in Nord-Südrichtung, hat heute ungefähr 1,7 Millionen Einwohner (Großraum 2,3 Millionen) und liegt auf durchschnittlich 2.850 m über dem Meeresspiegel.

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  • Koloniale Altstadt von Quito (UNESCO) & Äquatordenkmal
  • Wanderung am Vulkan Chimborazo und Cotopaxi

Die Stadt kann in drei Zonen aufgeteilt werden

Der Norden ist der moderne Stadtteil mit Einkaufszentren, Büros, Botschaften, Banken, den besten Hotels, Bars und Restaurants. Hier liegen auch die Wohnviertel der Mittel- und Oberklasse. Die Hauptachse ist die Avenida Amazonas.
Die Altstadt mit ihrem historischen spanischen Kolonialkern im Zentrum Quitos.
Der Süden, wo sich die Mehrheit der Bevölkerung konzentriert und ein Großteil des Gewerbes angesiedelt ist.

Akklimatisierung und Klima

Wenn Sie aus niederer gelegenen Regionen oder direkt von Meeresspiegelhöhe ankommen, kann Sie die Höhe anfangs etwas kurzatmig machen. Gleich nach der Ankunft sollte man es mit der Ruhe nehmen, leicht essen, lieber aufs Rauchen und auf Alkohol verzichten, sich nicht überanstrengen, viel ausruhen und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen.

Das Klima in Quito ist trotz seiner Lage am Äquator aufgrund der Höhenlage gemäßigt, weshalb es auch als „kalttropisch“ bezeichnet wird. Die Temperaturen schwanken innerhalb eines Tages deutlich stärker als über das Jahr (sog. Tageszeitenklima). Diese liegen zwischen etwa 6/7 °C in den Nachtstunden und können bis zu 24/25 °C an warmen Tagen steigen. Meist liegen die Tagestemperaturen zwischen 18 und 21 °C, weshalb Quito auch als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet wird.

Die Jahresniederschlagsmenge liegt bei etwa 1.250 mm. Von September bis November und von Januar bis April gibt es jeweils Regenzeiten, von denen die erste etwas stärker ausgeprägt ist. Obwohl diese Regenzeiten „Winter“ genannt werden, sind die Temperaturunterschiede zu den übrigen Monaten nur gering. Allerdings haben die Tage aufgrund der Regenfälle weniger Sonnenstunden. Es regnet in der Regel gegen Mittag und anschließend scheint häufig erneut die Sonne.

Aufgrund der Lage am Äquator sind die Tage das ganze Jahr über etwa gleich lang. Die Sonne geht zwischen 6:15 Uhr und 6:30 Uhr auf und gegen 18:30 bis 18:45 Uhr unter. Die Dämmerungsphase ist sehr kurz.

Gepäckliste

Für den Abend sind eine warme Jacke oder Pullover empfehlenswert. Das Anziehen mehrerer Lagen übereinander ist ideal. Nachmittags regnet es öfters, weshalb wir Regenkleidung und/oder einen Regenschirm empfehlen.

Die Umgebung Quitos

Im Teleferico über Quito

Pichincha und Seilbahn „TelefériQo“

Der Pichincha ist der „Hausberg“ von Quito. Der Vulkan besitzt zwei Gipfel, von denen der Rucu Pichincha (4.690 m) näher an der Stadt liegt als sein etwas höherer Bruder Guagua Pichincha (4.794 m). Der Guagua Pichincha war 1999 sehr aktiv und brachte der Stadt einen Ausbruch inklusive Ascheregen und Teilabbruch des Kraterrands. Der Rucu Pichincha ist relativ leicht (bei richtiger Akklimatisierung) in einer Tagestour zu besteigen. Besonders seit der Fertigstellung der Seilbahn TelefériQo ist die Besteigung schneller und einfacher geworden. Mit der Seilbahn geht es auf eine Höhe von 4.100 m von wo man – auch ohne große Wanderungen – an klaren Tagen einen herrlichen Blick hat und einen Eindruck der Dimensionen Quitos sowie der umliegenden Vulkane gewinnt.

Äquatordenkmal

Die „Mitte der Welt“ – Mitad del Mundo

Von Quito 25 km Richtung Norden befindet sich das Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“. Das 30 m hohe Monument erinnert an die französisch-spanische geodätische Expedition von 1736 bis 1744, die unter der Leitung von Charles de la Condamine die Position des Äquators festlegte. Hier können Sie mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen Bein auf der Südhalbkugel der Erde stehen. Des Weiteren können Sie bei einem Besuch des Sonnenmuseums (Intinan) viel über die Kultur und vor allem das Wissen der Kulturen am Äquator erfahren. So haben die Inkas schon mehr als 200 Jahre vor der Expedition von Condamine den Äquator mit einfachsten Mitteln exakt berechnet.

Pululahua

Das geobotanische Reservat „Pululahua“

Nur wenige Kilometer weiter nördlich des Denkmals der „Mitte der Welt“ befindet sich der größte besiedelte Krater Südamerikas (3.200 ha), ein bewaldeter Naturpark inmitten einer wundervollen Landschaft.

 

Otavalo Markt

Das Andendorf Otavalo: 

Etwa 90 km nördlich von Quito (etwa 2,5 Stunden Fahrtzeit) befindet sich der bekannteste und größte indianische Kunsthandwerksmarkt Ecuadors, mit einer Vielfalt von Farben und Formen – ein Einkaufserlebnis im Herzen der ecuadorianischen Anden.

Orchidee bei Mindo

Der Nebelwald von Mindo

Etwa 80 km nordwestlich von Quito (etwa 2 Stunden Fahrtzeit) liegt Mindo, ein für den Ökotourismus wichtiges Gebiet, das wegen seiner Flora und Fauna, zu der speziell Orchideen, Kolibris und Schmetterlinge zählen, bekannt ist. Die Region gilt als eine der artenreichsten der Welt.

 

Termas de Papallacta

Die Thermalquellen von „Papallacta“

In den 60 km östlich von Quito entfernten, in der Moorlandschaft des Hochgebirges gelegenen Thermalquellen – der schönsten Badeanlage des Landes – können Sie jeglichen Stress hinter sich lassen, in Thermalbecken entspannen oder sich eine Massage gönnen, während Sie sich bei gutem Wetter am Anblick des schneebedeckten Vulkans Antinsana (5.758 m) erfreuen.

 

Cotopaxi Hochebene

Nationalpark Cotopaxi

50 km südlich von Quito befindet sich der 5.897 m hohe Cotopaxi, Ecuadors höchster aktiver Vulkan. Der Nationalpark Cotopaxi ist von kolonialen Hazienden umgeben, von denen aus man Wanderungen, Fahrradtouren, Reitausflüge und Trekkingtouren unternehmen kann. Bewundern Sie Andenmöwen, Kaninchen, wilde Pferde und die tundrenartige Vegetation am See Limpiopungo oder/und steigen Sie zum Refugium der Bergsteiger auf über 4.800 m auf.

Erkunden Sie den Cotopaxi Nationalpark in Ecuador:

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  • Farbenprächtige Lagune Quilotoa
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Hier finden Sie detaillierte Informationen zu weiteren Regionen und Nationalparks von Ecuador: