Gesundheitshinweise

Reisehinweise

Gesundheitsvorkehrungen für Ecuador

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein Überblick und ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist, bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig vor Ihrer Reise einen Arzttermin vereinbaren. Besondere Beachtung sollte dabei Kindern, Schwangeren oder Reisenden mit möglichen Allergien gegen Impfstoffe gelten.

Vor allen Reisen in tropische Gebiete ist es dringend empfehlenswert mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt zu sprechen und sich über eventuelle Gefahrengebiete und empfehlenswerte Impfungen zu informieren.

Vor der Reise

Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jeder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Aufgrund der Höhenlage in den Anden und dem damit verbundenen geringen Sauerstoffgehalt, sowie eines sehr großen Temperaturgefälles zwischen Tag und Nacht (von an die 20 °C), unterliegt der menschliche Körper einer wesentlich höheren Belastung als normal. Insbesondere bei Herz-Kreislauf-Problemen oder Asthma wird dringend empfohlen, diese Probleme vor der Reise mit dem Hausarzt zu besprechen.

Die medizinische Versorgung in den größeren Städten ist mit der in Europa zu vergleichen. In den „farmacias“ (Apotheken) können Sie Ihre Reiseapotheke gut ergänzen. Es ist jedoch ratsam einen gewissen Grundstock an Medikamenten bereits bei sich zu tragen, wie z. B. Durchfallmittel, Schmerztabletten, Sonnenschutz und bei Reisen in Gebiete unter 2.000 m Insektenschutzspray. Wer abgelegene Gebiete auf eigene Faust bereisen möchte, sollte auch an Wasserentkeimungstabletten, Antibiotika, Verbandszeug und Desinfektionsmittel denken, da die Versorgung in ländlichen Gebieten sich manchmal etwas schwieriger gestaltet.

Es ist wichtig, dass vor der Reise eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen wird.

Malaria & Dengue

Falls Sie Zeit in tropischen Regionen in Lagen unter 1.500 m, wie im Amazonasgebiet, Chocó oder der Küste (nicht in Galapagos) verbringen, besteht ein gewisses Risiko, sich mit Malaria oder Dengue zu infizieren. Nutzen Sie Insektenschutzmittel und tragen Sie zum Schutz lange, helle Kleidung. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Unterkünfte darauf, dass sich diese nicht bei Wasserpfützen, Tümpeln oder auf Hügeln befinden. Verwenden Sie immer ein Moskitonetz.

Bitte lassen Sie sich von einem Tropenarzt vor der Reise ausführlich über die verschiedenen Medikamente (Prophylaxe oder Stand-by-Therapie) beraten. Nur der Arzt kann Ihnen sagen, welche Medikamente für Sie geeignet sind.

Impfungen

Grundsätzlich werden bei der Einreise aus dem europäischen Ausland keine besonderen Impfungen verlangt. Bitte überprüfen Sie, ob Sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio und Tetanus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegen Hepatitis B zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Derzeit sind Impfungen gegen Gelbfieber bei Einreise aus einem Risikoland, z. B. Bolivien, vorgeschrieben und Typhus empfohlen.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

Kontaktadressen für Tropenmedizinische Institute

Deutschland:

  • 10179 Berlin, Engeldamm 62, Tel. 030-2 74 60
  • 20359 Hamburg, Bernhard-Nocht-Straße 74, Tel. 040-31 18 20
  • 80802 München, Leopoldstraße 5, Tel. 089-33 33 22

Schweiz:

  • 4051 Basel, Socinstraße 57, Tel. 061-2 84 82 55

Österreich:

  • 1090 Wien, Kinderspitalgasse 15, Tel. 0222-40 64 39 20

Weitere nützliche Hinweise findet man unter www.auswaertiges-amt.de und www.travelmed.de  Die dort aufgeführten Informationen können allerdings nicht den Besuch beim Haus- oder Tropenarzt ersetzen. Um einen Impfplan aufzustellen, sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. In jedem Fall empfiehlt sich die Mitnahme des Impfausweises.

sana sana Die Apotheke mit dem Frosch - alle Kinder in Ecuador kennen ihn.

Während der Reise

Die häufigsten auftretenden gesundheitlichen Beschwerden sind für Touristen in der Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und vor allem ungewohntes Essen. Befolgen Sie am besten die Faustregel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es). Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen und verzichten Sie auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise können Sie jedoch Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Trinken Sie kein Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen mit unangebrochener Originalverpackung oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis. Sollte eine Durchfallerkrankung länger als 2 Tage dauern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Auch die Sonne ist für Mittel- und Nordeuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Äquatornähe wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich auch bei bewölktem Himmel die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 10, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr, vor allem bei Reisen zu den Galapagos-Inseln.

Vergessen Sie nicht, sich besonders in den Dschungelregionen ganztägig und auch nachts gegen Mücken zu schützen.

Warnhinweis zu möglichen Höheneffekten am Teleferico

Wichtiges zu Höhenproblemen und Höhenkrankheit

Durch die unterschiedlichen Regionen Ecuadors und den damit verbundenen großen Höhenunterschieden im Land besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass ab 3.000 m Höhe über dem Meeresspiegel Symptome der Höhenkrankheit auftreten könnten. Zum Vergleich: Quito liegt auf einer Höhe von 2.850m und die meisten Reisen in den Anden von Ecuador führen auf Höhen von 4.000 m oder sogar noch höher.

Bitte beachten Sie, dass es keine Möglichkeit gibt, die individuelle Höhenverträglichkeit durch Untersuchungen zu Hause festzustellen und Vorhersagen zu treffen, wie gut der Einzelne die Höhe vertragen wird. Beim Auftreten von stärkeren Höhenproblemen bzw. Anpassungsschwierigkeiten gibt es keinen Zusammenhang mit Alter oder Trainingszustand. Jüngere und konditionell Stärkere sind manchmal sogar eher betroffen, weil sie eventuell ihr Tempo zu schnell wählen oder ohne ausreichend Akklimatisation in die Höhe gehen.

Prinzipiell kann man gegen die beschriebenen Symptome der Höhenanpassung nicht viel tun. Man kann Aspirin gegen die Kopfschmerzen ebenso einnehmen wie ein leichtes Mittel gegen die Übelkeit, sollten diese Symptome auftreten. Darüber hinaus sollten beim gesunden Menschen keine weiteren Probleme entstehen. Die Anwendung von sog. „Höhenmitteln“ wie z.B. Diamox ist für eine Reise in diese Höhen völlig unnötig und unter Umständen sogar gefährlich. Aus diesem Grund wird der Einsatz von Medikamenten dieser Art von unserer Seite her strikt abgelehnt.

Sie sollten sich deshalb während Ihrer Reise bewusst sein, dass sich der Körper zuerst an diese Höhenlagen gewöhnen muss und die Reise ruhig beginnen. Es wird empfohlen viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, jedoch keinen Alkohol zu trinken und nicht zu fett zu essen. Bewegen Sie sich langsam und gehen Sie lieber wieder auf geringere Höhen, falls Anzeichen der Höhenkrankheit auftreten. Wenn Sie zu Bluthochdruck oder Kreislaufproblemen neigen, empfiehlt sich eine Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Privatklinik in Quito

Medizinische Versorgung

Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten im privaten Sektor in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Der öffentliche Sektor ist jedoch hinsichtlich personeller, apparativer, logistischer und zum Teil hygienischer Ressourcen, insbesondere in ländlichen Regionen, unter Umständen noch nicht so gut strukturiert.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung werden empfohlen.