Verhalten als Reisender

Trinkgeld

Die hier angegebenen Beträge können natürlich nur Richtwerte darstellen. Ob und wie viel Trinkgeld Sie geben wollen, bestimmen ganz allein Sie und dies hängt natürlich auch von der Qualität der entsprechenden Dienstleistung ab.

Bei Privatreisen sind 5 bis 10 US$ pro Tag/Person für den Reiseleiter und US$ 3 bis 5 pro Tag/Person für den Fahrer üblich. Bei Gruppenreisen empfehlen wir etwa US$ 2 pro Tag/Person für den Reiseleiter und ca. US$ 1 pro Tag/Person für den Fahrer. Auf Galapagos Kreuzfahrten sind US$ 10 pro Tag/Person für die Crew und US$ 5 pro Tag/Person für Ihren Naturführer angemessen. Taxifahrer erwarten grundsätzlich kein Trinkgeld, es empfiehlt sich jedoch den Fahrpreis aufzurunden. Kellner bekommen ca. 5 % des Rechnungsbetrages.

In den tropischen Gebieten ist legere Kleidung passend

Kleidung

In Ecuador wird – vorwiegend in den Städten der Anden – wert auf förmliche Kleidung gelegt und ein zu legerer Kleidungsstil (wie kurze Hosen) wird eher nicht so gerne gesehen. Ausnahme sind natürlich die tropischen Gebiete (Küste, Dschungel, Galapagos) in denen die Hitze leichtere Kleidung notwendig macht. Aber auch hier sind z.B. Flipflops und kurze Hosen in allen öffentlichen Gebäuden verboten!

In der Höhe der Anden braucht man vor allem nachts warme Kleidung. Zudem sind Regenschutz, gutes Schuhwerk, Kopfbedeckung und eine gute Sonnenbrille (100 % UV-Schutz), insbesondere für Ausflüge, unerlässlich. Zum Schutz sollten Sie in Dschungelgebieten mit vielen Mücken möglichst lange und helle Kleidung tragen.

Vermieden werden sollte unbedingt Camouflage-Kleidung, um nicht mit Soldaten oder Sondereinheiten der Polizei verwechselt zu werden (Dies ist in Ecuador verboten).

Die Pfade in Galapagos sind markiert

Nachhaltiges Reisen

Ecuador hebt sich durch die natürliche Schönheit des Landes und der Qualität des Tourismus hervor. Dabei versucht Ecuador den nachhaltigen Tourismus zu entwickeln indem authentische und einzigartige Erfahrungen zu den natürlichen und kulturellen Ressourcen ermöglicht werden. Hierbei sollen insbesondere verantwortungsvolle Formen des Reisens in naturnahe Gebiete, die zum Schutz der Umwelt und zum Wohlergehen der ansässigen Bevölkerung beitragen, gefördert werden.

Dies sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch viel zu tun gibt. Wichtig ist bei dieser Form von Tourismus auch das Bewusstsein jedes einzelnen Reisenden und dass diese sich so verhalten, dass auch zukünftige Besucher die Naturparadiese intakt vorfinden und einzigartige (Natur-)Erlebnisse am Äquator genießen können.

Tourismus schließt den Schutz der Umwelt nicht aus. Befolgen Sie die Regeln in den Naturschutzgebieten, achten Sie die Kulturen des Landes, unterstützen Sie die regionale Wirtschaft und begegnen Sie den Menschen offen und herzlich mit Respekt.

Logo des Galapagos Nationalpark und Meerreservat

Galapagos Nationalparkregeln – Verhalten und Richtlinien

Die Galapagos-Inseln verfügen über eine beeindruckende Vielfalt einheimischer Tiere, viele davon sind endemisch. Die Tiere sind sehr zutraulich und können aus nächster Nähe beobachtet werden. Der Artenerhalt, -pflege und –ausbau sind den vielen kurz- und langfristigen Aktivitäten des Nationalparks zu verdanken. Dieser Schutz muss fortgesetzt werden, um diese Einzigartigkeit auch für zukünftige Generationen zu erhalten.

Die Galapagos-Inseln sind weltweit eine der wenigen Plätze, wo Sie noch unberührte Natur erleben können. Umweltschutz ist jedermanns Verantwortung. Tragen Sie ihren Teil dazu bei, durch das Beachten der folgenden Nationalparkregeln:

  • Bringen Sie keine Pflanzen und Tiere vom Festland auf die Inseln oder von einer Insel zur anderen, da jede Insel ihr eigenes empfindliches Ökosystem hat, das nicht gestört werden darf.
  • Nehmen Sie keine Tiere, Pflanzen oder Teile von diesen als Andenken mit.
  • Berühren Sie keine Tiere! Seelöwen-Babys oder Vogeljunge würden sonst von ihren Elterntieren verstoßen werden.
  • Betreten Sie die Insel nicht vor 6 Uhr morgens bzw. 18 Uhr abends (mit Ausnahme der Siedlungsbereiche).
  • Füttern Sie die Tiere nicht, denn das stört diese in ihrem natürlichen Verhalten.
  • Scheuchen Sie niemals nistende Vögel auf. Kaufen Sie keine Souvenirs, die aus Tier- oder Pflanzenteilen hergestellt sind.
  • Bringen Sie keine Lebensmittel auf die Inseln mit.
  • Das Wegwerfen von Abfällen ist verboten.
  • Ritzen oder schreiben Sie keine Namen in Bäume oder Felsblöcke.
  • Befolgen Sie stets die Anweisungen Ihres Naturführers.
  • Die Besucherstandorte und markierten Wege dürfen nicht verlassen werden.
  • Machen Sie unachtsame Besucher auf die Nationalparkregeln aufmerksam.
Verhalten im Meer

Verhalten am und im Meer

Um unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden, halten Sie sich bitte auch an folgende Hinweise:

  • Achten Sie im seichten Wasser auf Stachelrochen.
  • Verletzungen durch den Stachel verursachen unangenehme, schlechte heilende Wunden.

Respektieren Sie Seelöwenbullen und Kühe mit Kälbern (vor allem in der Fortpflanzungszeit). Halten Sie sich nicht in deren Territorien auf. An Land sind die Tiere überraschend schnell und im Wasser unbezwingbar.

Mit Haisichtungen muss man als Schnorchler oder Schwimmer auf Galapagos rechnen. Die Gefahr durch Haie ist aber gering. Dennoch sollte man nicht mit offenen Wunden schwimmen gehen oder in panische Bewegungen verfallen, falls ein Hai gesichtet wird.

Die Hinweise der Naturführer auf eventuelle Unterströmung unbedingt beachten. Diese sind auch für erfahrene Schwimmer gefährlich. Korallen- und Lavablöcke eignen sich auf keinen Fall zum Festhalten. Schäden treten schnell auf beiden Seiten auf.

Bettler

Vor Kirchen und Sehenswürdigkeiten trifft man gelegentlich auf alte und behinderte Menschen, die von den Einheimischen Almosen bekommen. In den großen Städten trifft man zudem manchmal auf Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene die sich mit einfachen Arbeiten etwas Geld verdienen, wie als Schuhputzer oder Verkäufer von Süßigkeiten. Letztlich liegt es an jedem selbst, ob, was und wie viel man gibt. Man sollte sich ruhig mal ohne Gewissensbisse die Schuhe putzen lassen, um den Kindern eine kleine Verdienstmöglichkeit zu bieten. Grundsätzlich ist jede Arbeit besser als zu betteln. Generell ist Feingefühl geboten, was den Umgang mit Bettlern angeht. Im Zweifelsfalle schauen Sie, ob die Einheimischen etwas geben, denn diese wissen in der Regel wer eine kleine Unterstützung verdient.

Fotografieren

Filmen & Fotografieren

Dank der vielfältigen Natur und den fröhlichen Menschen bietet eine Reise in Ecuador einen unglaublichen Reichtum an Motiven. Bei den farbintensiven Lichtverhältnissen am Äquator empfiehlt es sich, soweit möglich, kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang zu fotografieren. Ein UV-Filter ist bei dem starken Licht oftmals hilfreich, manchmal sogar notwendig um die Farben naturgetreu einzufangen.

Die freundlichen Ecuadorianer lassen sich in der Regel gern fotografieren; Rücksichtnahme und Taktgefühl sollten hierbei selbstverständlich sein und man sollte immer mit einem Mindestmaß an Respekt vorher nachfragen. Manche indigene Völkergruppen, lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nicht fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Polizisten und militärische Einrichtungen dürfen grundsätzlich nicht fotografiert werden. Achten Sie ebenfalls, zu Ihrer eigenen Sicherheit, darauf eine teure Kamera nicht offen zu präsentieren, wenn Sie gerade nicht fotografieren.